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Tag 16

 

 

Das war der Schlafplatz von Katy._ Hoffe sie hatte nicht so kalte Füße wie ich. Man vergisst gerne, daß es auch in Marokko im Winter, vor allem im Gebirge kalt ist. Wobei ich auch schon, vor 2 Jahren, Nachts in der Wüste 0 Grad hatte, damals schneite es sogar auf der algerischen Seite der Sahara.

Wie weiter? Soll ich im Gebirge Ri. Norden fahren? Am 2. Januar möchte ich die Fähre in Melilla nehmen, also genug Zeit um noch einen Ausflug gen Osten zu machen, das Draa -Tal hinunter. Hier kamen schon vor hunderten Jahren die Karawanen durch, auf dem Weg Marrakesch – Sahara – Timbuktu (heute in Mali). An der Draa entstanden viele Handelszentren. Meist waren es Berber-Sippen, die sich hier niederließen und die großen Kasbahs bauten. Wohn- und Lagerhäuser zugleich, die mit einem Lehm/Strohgemisch gebaut wurden. Zum Teil wohnten über 100 Familienmitglieder in den Kasbahs. Auch der Oasenanbau ist hier zum Teil noch in Reinform erhalten. Das heißt dreistufiger Anbau um die rare Fläche der Oase optimal auszunutzen: Oben die Dattelpalmen, darunter Nutzbäume und am Boden intensiver Ackerbau.

Aber erst muß ich durchs felsig karge Gebirge. Um 10.00 h hat es gerade mal 7 Grad. _Super ausgebaute Straßen, zum Teil sehr kurvenreich in den Fels gehauen,  führen auf bis zu 1.680 m Höhe. Traumhafte Ausblicke. __Nach jeder Kurve möchte ich anhalten und fotografieren.___ Leben am Strassenrand.

Dann runter ins Wadi (Tal) Draa, die Oasen sind zum Teil sehr groß, je nachdem wieviel Wasser zur Verfügung steht. Esel am Rande einer Oase, vor großer, gesicherter Kasbah

Bauer mit Einscharpflug hinter dem Pferd

Junge auf Berber-Allrad

Dattelpalmen

große Kasbah

Habe einen Übernachtungstipp bekommen. Kurz vor der flachen Wüste, südöstlich von Zagora, gäbe es eine kleine Oase, die von einer Französin geführt wird und sich durch sanften Tourismus finanziert. Hört sich interessant genug an, um es anzuschauen und bei Gefallen über Silvester dort zu bleiben. Der Tip hält absolut was versprochen war: Zimmer in kleinen Nebengebäuden, auf gestampften Fußwegen läuft man durch den Gemüsegarten zu den Zimmern, vorbei an Kartoffeln, Getreide, Gewürzpflanzen, Minze, Granatäpfeln, Soja, Sonnenblumen, Manadarinenbäumen, Oliven, sogar ein Baumwollbusch fehlt nicht. Darüber natürlich Dattelpalmen.

 

Mein Zimmer mit Terrasse

Blick aus dem Zimmer. Sehr schön der 3-stufige Oasenanbau zu sehen: Ackerbau, halbhohe Bäume , darüber die Dattelpalmen

Auch die Katze fühlt sich wohl.

Habe mich gleich mit dem Bauern angefreundet, der die Oase bewirtschaftet und die Qualität seiner roten Kartoffeln begutachten dürfen. Hühner werden gehalten, ein Pfau ist auch unterwegs, versteckt sich aber vor den Touristen. Die Küche ist marokkanisch gut, nicht außergewöhnlich.

Hier fühle ich mich wohl, hier bleibe ich.

 

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