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Tag 13

Benjamin, gibs zu,

Du hast irgendwas an den Einstellungen verändert. Die Bilder flutschen regelrecht durch beim Hochladen. Vielen Dank.

Leute, denkt bei meinen Bildern bitte daran, daß ich kein Fotograf bin und die Bilder in keiner Weise bearbeitet wurden. Oft könnte man mit einem Ausschnitt eine viel bessere Wirkung erreichen. Aber das geht unterwegs einfach nicht.

 

 

Interessanter Parkplatz….

 

Heute bin ich relativ wenig gefahren und trotzdem verging der Tag wie im Flug.

Grund: Afrikanische Grenzen, das unberechenbare Etwas. Hatte ca. 80 km bis zur mauretanisch-marokkanischen Grenze. Schnell durch die ca. 100 wartenden LKW durchgeschlängelt, im Sand vorbeigerutscht…wie auch immer. Fast keine PKW super. Erste Stelle 2 min. fertig, zweite genau so schnell…. Dann Douane Mauretanien. Der Beamte welcher stempelt ist noch nicht da. Wie? Es ist fast 10.00 h und die Grenze hat Tag und Nacht geöffnet. Ein Spanier wartet schon 2 Stunden…..min. 5 Beamte des Zolls sind da, aber keiner darf diesen vermaledeiten Stempel in den Reisepass hauen. Wie sagen die Afrikaner: Wir haben die Zeit und ihr das Geld…..du kannst nur warten, weißt nie wie lange…..für mich eine harte Geduldsprobe. Aber ich habe in der Wartezeit von ca. 2 Stunden gesehen, daß meine Ansicht der mauretanischen Wirtschaft gar nicht so falsch sein kann. Nämlich nur handeln und nichts produzieren. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie viele, hoffnungslos überladene Sattelzüge voll mit Gemüse und Südfrüchten von Marokko nach Mauretanien eingefahren sind, in diesen 2 Stunden. Hätte gerne fotografiert, aber dann wäre ich jetzt wahrscheinlich ohne Kamera unterwegs. An der Grenze strengstens untersagt. (wahrscheinlich damit man nicht die Faulheit mancher Beamte dokumentieren kann). Mit dem Handy hab ichs dann doch gewagt, denn dieses Bild wollte ich Euch nicht vorenthalten._Das ist normal in diesen Ländern. Habt Ihr auch die Handbremse gesehen? Diese Lieferwagen warteten nur auf die Abfertigung!

Ok, Mauretanischen Teil beendet. Durchs chaotische Niemandsland ohne Straße, über Stock und Stein und durch Weichsand zu den Marokkanern. Also heute Abend mußte ich keinen Spaziergang mehr machen. Ob wohl 3 km gereicht haben, die ich von einer Stelle zur anderen gelaufen bin? Zum Schluss steht in einer Halle ein Röntgengerät. Hier werden sogar PKW geröntgt. Hab ich noch nie gesehen. Ich fahr in die Halle rein, will mich vorbeiquetschen, und schon wird mir der Weg blockiert. Das kann jetzt aber nicht wahr sein. Die wollen tatsächlich meine liebe Katy den Strahlen aussetzen. Und die tun das auch noch….._So ein Gerät war das. Gesponsort von China. Hallo Angela (gesprochen Anschelaaa), könnte es sein daß die Chinesen jetzt schon mehr Einfluss in Afrika haben als die EU? Könnte es sein, daß Du und Deine Europäischen Kollegen Eure Hausaufgaben bez. Bodenschätze in Afrika nicht gemacht habt? Oder glaubst Du wirklich daß die Chinesen so liebe Menschlein sind, daß Sie 2 Röntgengeräte im Wert von mehreren Millionen € diesen Länder einfach aus Wohlwollen schenken? Ihr streitet lieber Parteiintern, als die internationale Zukunft zu unseren Gunsten, in die Hand zu nehmen. Und Dein Ziehmädchen vom Saarland kanns leider auch nicht besser. Siehe Wirtschaftswandel der einzelnen Bundesländer. ….Jetzt reicht es. Schließlich wollt Ihr von meiner Fahrt hören und nicht meine politische Meinung…

Raus aus dem Zollhof, tanken…da freut sich der Geldbeutel, Benzin ca. 0.70 €. Danke König, so kann ich von deinen Fördermaßnahmen für die West-Sahara auch profitieren. Und wieder rein in die Wüste, es sind noch ca. 380 km bis zum Tagesziel Dakhla (spricht sich Dachla). Die ganze Strecke Wüste in verschiedensten Arten._

Die Wüste blüht _kein Mensch muss in die USA….___super, oder?___Unterwegs war ein Hinweis-Schild zu einem Fischerdorf. Kurz für diejenigen, welche noch nicht alle Tage gelesen haben: Die einzig sicher befahrbare Strecke durch die Westsahara führt weite Strecken am Atlantik entlang….

Ich natürlich sofort auf die Piste abgebogen, die bunten Boote vom Senegal noch im Kopf. Hier sind die Boote reine hässliche Zweckprodukte, schockiert hat mich das Dorf. Nur eine Blech -Müllhütte an der anderen klebend, alles dreckig und verwahrlost. Frauen habe ich überhaupt keine gesehen. Ehrlich, ich habe mich nicht mal ins Dorf getraut. Es gibt nur einen schmalen Eingang.

Daneben werden ganze Wohnblocks neu gebaut. Alles kleinste Wohneinheiten. Sollen dies neue Behausungen für die Fischer werden? Oder Touristen-Siedlung? Hier weißt Du nie.__immer wieder herrliche Ausblicke._Was ist das? Ein Golfplatz, eindeutig am ‚Green‘ zu erkennen. Nein, ich lüge nicht. Die Gegend um Dakhla wird zu einem Touristenzentrum ausgebaut. _Die Kiter haben dies schon gut angenommen. 2 km weiter war ein ganzes Wohnmobil-Dorf. In Dakhla habe ich wieder mitten in der Stadt übernachtet. 17.- €. Dafür kann man ein undichtes Waschbecken in Kauf nehmen. Alles andere passt. Security sitzt nachts neben Katy. Hunger hab ich, wie Teufel. Zum Frühstück hatte ich etwas trockenes Brot und eine Hand voll Mandeln und einen Apfel. Mittags gabs, wie immer, nichts. Also Restaurant suchen. An der Uferpromenade gibt es einiges…..überteuert oder, große Mode, italienisch oder moderner Fastfood. Nee, nee, bin in Marokko und möchte marokkanische Küche. Endlich fand ich in einer kleinen Gasse einen typischen Imbiss. Genau so was habe ich gesucht. Wie waren die Spießchen aus Lammleber, Hühnchenstückchen und Lammfleisch lecker. Dazu zwei kleine Fleischküchlein aus Rinderhack und 2 mini Rindswürstchen. Alles herrlich marokkanisch gewürzt und auf dem Holzgrill frisch gegrillt. Dazu einen marok. Salat. Das sind kleine Tomaten- und Zwiebelstückchen mit etwas grün, fein gewürzt. Tee und Wasser dazu sind obligatorisch. Da freut sich Manfred._Später dann noch Mandeln und Datteln eingekauft und zwar hier…….. 

Ein typischer Gewürzladen. Ihr macht Euch keine Vorstellung wie das duftet. Nur genial. Hier bekommst du alles was das Herz begehrt fürs Kochen. Das Getreide, Soja, Kichererbsen usw. werden frisch gemahlen. Wenn einem hier, als Hobbykoch nicht das Herz aufgeht, dann nie. Richtig gute Datteln sind auch hier teuer, obwohl sie aus dem eigenen Land kommen, aber eine solche Qualität habe ich in Deutschland noch nie gefunden. Später noch Mandarinen gekauft. Diese müssen noch den Stil dran haben, sind köstlich und das Kilo hat ca. 0.50 € gekostet. 2 Fladenbrote, nicht zu vergleichen mit dem billigen franz. Weißbrot, ca. 0.35 €. Noch Fragen? Hier fühle ich mich wohl, fast schon wie zuhause. Kein Vergleich zum Senegal oder gar Mauretanien.

 

 

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