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Expedition Abenteuer oder „der Großpolnische Ring“

 

Wußten Sie daß es in Polen einen Zusammenschluß von Wasserstraßen aus dem 19. Jahrhundert gibt?

Ich auch nicht, darum wurde ich neugierig.

Wielka Petla Wielkopolski – der Großpolnische Ring

Am 25. September 1882 wurde das letzte Stück Wasserstraße eröffnet um den Ring von über 620 km!!!! zu schließen. Unglaublich.

Verbindungen zu den großen Wasserstraßen des Westens sind über Oder-Havel und Oder-Spree möglich, im Osten über Weichsel, Masurische Seen-Platte, Augustowski-Kanal zur Memel und Dniepr. Was für unglaubliche Möglichkeiten.

Warthe – Netze – Goplosee – Warthe

Wie wird wohl heute der Ring zu befahren sein? Kommt ein kleines Hausboot durch? Oder nur ein Kajak? Wie ist die Versorgung mit Lebensmitteln auf der Strecke?  Es heißt zwar daß die Schleusen im nordöstlichen Teil wieder nutzbar wären, aber gesicherte Informationen gibt es keine. Unter anderem mit EU-Geldern wurden zwar verschiedene Marinas und Teile der Wasserstraße erneuert, eine Karte gefertigt, aber wie sieht es Heute aus? Viele Fragen auf die auch in einschlägigen Foren keine verlässlichen Antworten zu bekommen sind. Viele schrecken alleine schon wegen der Sprachbarriere vor dem Abenteuer zurück. Ich nicht……

Ziemlich bald wurde mir klar daß ich nur mit einem Wanderkajak fahren werde. Leicht, unkompliziert, Transport im Aktiv-Caravan problemlos möglich. Da der Ring sowieso nur in Etappen von mir befahren werden kann, bietet es sich an mit dem Aktiv-Caravan noch das Motorrad mitzunehmen. Unter dem Hubbett das Moped und Gepäck, auf dem Bett das Kajak mit bis zu 5,20 m Länge für die Anreise, also absolut autark. Dann wird der Aktiv-Caravan an die Etappenziele gestellt, der Kühlschrank im Küchenmodul gut gefüllt, mit dem Moped zurück zum Einsetzplatz und soweit wie möglich damit die Etappen erkunden.

Starten werde ich in Slesin, an Konin vorbei in die Warta einfahren und dann diese hinunter, über Posen bis  Santok. Das heißt zum Eingewöhnen den leicht zu befahrenden Fluß abwärts. So ist der Plan……

Geschäftlich in Polen mit dem Aktiv-Caravan unterwegs nutzte ich diese Tage die Gelegenheit um mir einige Marinas und Flußabschnitte anzuschauen.

Auf der Wasserstraßenkarte des Großpolnischen Rings ist für alle Marinas in Piktogrammen wunderbar angezeigt was dort möglich ist und was es gibt. Nur….

Marina Slesin,  Naherholungsgebiet von Konin, landschaftlich wunderschön, leicht hügelig, an der Marina großer Parkplatz (wo aber gerade eine Bezahlschranke aufgestellt wird. Was machen Übernachtungsparker?), super Einsetzmöglichkeit, moderne Infrastruktur für anlegende Motor- und Segelboote. Lt. Piktogrammen: Zeltplatz, Übernachtungsmöglichkeit, Toilette…..Zeltplatz gibt es nicht, Toilette nur im Hotel das außerhalb der Ferienzeit geschlossen hat, also das gleiche mit den Zimmern.. Info des Eigners der 83 Jahre alten Tryton und Kapitän des Touristendampfers: So wenig jetzt los ist, so übervoll ist es in den Ferien, Zimmer nur mit langfristiger Voranmeldung zu bekommen….danke.

Marina Lad, ähnliches Bild, kein Mensch weit und breit, alles nur für die Ferienzeit, zum Einkaufen muß man einige Kilometer laufen.

Wie es wohl dann im Nordosten aussieht, wo nur kleine Kanäle als Wasserstraße sind, die Hebewerke zum Teil mechanisch zu bedienen sind, sich keine größeren Städte in der Nähe befinden?

Eines wird immer klarer, es wird ein Abenteuer mitten in Europa.

Im Bootsgepäck wird auf jeden Fall ein leichtes Zelt sein, Lebensmittel und Wasser für min. 2 Tage, genug Ersatzkleidung für jedes Wetter, usw………autark werde ich sein müssen.

                    

 

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