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Tag 5

Geschafft, geschafft, geschafft……..

Ich kann es noch gar nicht fassen, ich habs tatsächlich geschafft.

Freudentränen stehen mir in den Augen, küsse Katy für ihr Durchhalten.

 

_5.775 km in 5 Tagen

 

 

Kurzfassung

In Nouakschott bin ich um kurz vor 7.00 h gestartet. Mit den 6.00h Rufen der Mouezins (schreibt man die so?) aufgestanden. Aufgestanden aus einem Bett aus Beton, rundum gefliest. Das Navi hat nur noch die grobe Richtung, Hinweis-Schilder Fehlanzeige, also Kompass an und gen Süden fahren. Gleich 5 km Baustelle mit nur Sand. Schlingere zwischen LKWs und Taxis durch. Die Straßen werden immer schlechter. Löcher immer tiefer, muss mit Moped oft auf dem letzten Rest Asphalt jonglieren. Alle anderen kriechen nur noch. Entweder mit viel Gas über die Löcher oder Kriechtempo. Die Grenze ist Chaos hoch drei. Lasse mich für viel Geld guiden. Alles korrupt und konfus. Fähre über den Grenzfluss Senegal. Aufs Land geht’s nur durchs Wasser. Schei… ich bin der erste…Auf Blechrampe durchs Wasser, Horror, aber kein Ausweichen möglich. Verhalten Gas geben und durch. Nur nass geworden, aber geschafft. Einfahrt nach Senegal: Zu mehreren Beamten habe ich gesagt daß sie Banditen sind. Du weißt zum Teil gar nicht für was du bezahlst. Polizist sagt daß du zu schnell bist, obwohl du mit 50 kmh im Ort fährst. Egal du bezahlst. Weiße, durchgehende Linie überfahren, normal, aber mich holen sie aus der Kolonne heraus. Beleg? Fehlanzeige. Mit viel Theater jedesmal weniger bezahlt.

 

Verkehr wird immer dichter, die Hütten immer besser, alle paar Kilometer ein Ort. In Schwarzafrika angekommen. Bildhübsche, stolze Menschen überall. Mit der Verschleierung nimmt man es nicht so ernst. Geld gibts mit Maestro am Automat, selbst in den Ortschaften. Strassenschilder sind jedoch sehr rar. Die Wüstenlandschaft weicht schon bald einer Art Savanne. Mastes Vieh, sogar Reisanbau. 3 Äffchen queren die Strasse. Die Kühe, ein Stück weiter haben es auch nicht eilig. Die einzigen Viecher, welche Respekt zu haben scheinen, sind die Ziegen. Manchmal glaubst du daß sie den Verkehr beobachten und nur dann queren, wenn es wirklich frei ist.

Der Verkehr erfordert die volle Konzentration. Seit der Grenze ist die Temperatur dauernd über 30 Grad und sehr feucht. Jeder Halt bedeutet Schweißausbrüche. Die Orientierung wird immer schwieriger in diesem chaotischen Verkehr. Die Abzweigung zum Lac Rose musste ich 4 x erfragen. Bin schon ziemlich fertig. Und nun kommt ein Sandweg, Piste, Weichsand….. nach 1 km liegen wir im Dreck. Das schaffe ich nicht, so weiter zu fahren. Wir sind viel zu schwer, ich bin zu fertig. Kurz vor dem Ziel aufgeben?

Es wird bald dunkel. No go auf einer Sandpiste. Einheimische sagen die Strasse wird bald besser, ist hier nur wegen der LKW so schlecht. Andere Strasse gibt es nicht. Also weiter, die Besserung war margial, aber wir haben uns auf den ca. 5 km bis zum See nicht mehr auf die Schnauze gelegt. Die Stiefel haben halt ein bisschen die Farbe verändert.                                              __Aber wir haben es geschafft.

 

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